23.10.2020

All Our Futures – eindrucksvoller Abschlussfilm krönt Bildungsprojekt

Nach drei intensiven Jahren wurde „All Our Futures“, das kulturelle Bildungsprojekt des Schauspiels Frankfurt, am 23. Oktober 2020 mit einem eindrucksvollen Film abgeschlossen. „Wie wollen wir leben?“, lautete die zentrale Frage, mit der sich 180 junge Frankfurter im Alter von elf bis 16 Jahren künstlerisch auseinandergesetzt hatten. Die Tatsache, dass sie unterschiedliche kulturelle Wurzeln hatten und verschiedenen sozioökonomischen Schichten entstammten, war für das Projekt Herausforderung und Chance zugleich.

Im Rahmen des Projekts sollten die Schüler Kunst als gestaltendes Element erleben und mit dieser Erfahrung den eigenen Vorstellungen von Zukunft und gutem Zusammenleben kreativ Ausdruck verleihen. Unterstützt wurden sie von Künstlern verschiedener Sparten, Pädagogen und ihren Lehrern. Eingeteilt in neun Gruppen, erprobten die Jugendlichen bis zu vier Stunden pro Woche im Unterricht unterschiedliche künstlerische Formate. In sogenannten „Werkschauen“ stellten sie die entstandenen Performances, Installationen und Aktionen regelmäßig einem Fachpublikum vor. Die letzte Werkschau fand im Februar 2020 im Rahmen einer Fachtagung im Schauspiel Frankfurt statt.

Ursprünglich sollte das Projekt im Frühjahr 2020 mit einer Aufführung im Frankfurter Schauspielhaus unter dem Titel „Fliegende Autos“ abgeschlossen werden. Das Textbuch war ein Gemeinschaftswerk der mehrfach ausgezeichneten Autorin Tina Müller und der Schüler. Es beruhte unter anderem auf einer Umfrage vom Frühjahr 2019, in der die Schriftstellerin die Jugendlichen mit Blick auf die Zukunft zu ihren Gedanken, Ängsten und Wünschen befragt hatte.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie mussten die Proben zum Theaterstück unterbrochen werden. Als sich abzeichnete, dass eine Theateraufführung nicht möglich sein würde, war die Kreativität der Schüler, ihrer Lehrer sowie der Künstler und Pädagogen gefordert. So wurde aus dem Text- ein Drehbuch und mit Unterstützung der preisgekrönten Theaterregisseurin Jessica Glause aus der Aufführung ein Film. „All Our Futures: Der Film“ zeigt anhand der Proben, wie die Schüler sich emotional und rational, kreativ und phantasievoll, selbstreflexiv und selbstkritisch mit ihren Zukunftsängsten und -wünschen auseinandersetzen und schließlich viele ihrer Zukunftsfragen selbst beantworten können. Dabei entstand ein Gesamtwerk von hoher künstlerischer Qualität, das die dreijährige Projektarbeit in 55 Minuten anschaulich präsentiert.

Wegen der andauernden Pandemie musste, die für Oktober 2020 vorgesehene Aufführung des Films in den Heddernheimer Höfen abgesagt werden. Erneut wurde umdisponiert und der Film den Teilnehmern, Betreuern und Förderern des Projekts per Internetlink vorgestellt. Inzwischen gibt es auch einen Trailer zu diesem eindrucksvollen filmischen Projektabschluss.

„All Our Futures“ wurde ermöglicht durch die Kulturstiftung des Bundes, die Robert Bosch Stiftung, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, die Frankfurter Sparkasse 1822, die Commerzbank Stiftung und die PwC-Stiftung.

Der Trailer zum Film steht Ihnen hier zur Verfügung.

 

Foto: © Städtische Bühnen Frankfurt am Main GmbH, Holger Priedemuth

Abschluss von „ZukunftsMacher KI“: Junge Talente übernehmen Verantwortung im Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Wie junge Menschen KI kritisch, kreativ und verantwortungsvoll einsetzen, zeigte der Abschluss von ZukunftsMacher KI. In Berlin wurden die besten Projektteams für ihre gesellschaftlich relevanten Ideen ausgezeichnet.

mehr ...

Sonderpreis „Kulturelle Bildung“ beim Deutschen Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ

Gestern wurde in Berlin der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ verliehen. Die PwC‑Stiftung förderte dabei erneut den Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, mit dem Projekte ausgezeichnet werden, die kulturelle Bildung als wesentlichen Bestandteil zeitgemäßer Schulentwicklung sichtbar machen.

mehr ...

Deutscher Lesepreis 2026 – PwC-Stiftung zeichnet herausragendes Engagement in der Leseförderung aus

Am 5. Februar 2026 wurden im Humboldt Carré in Berlin die Preisträger*innen des Deutschen Lesepreises geehrt. Der Preis würdigt Menschen und Projekte, die Leseförderung mit hoher Qualität, Kreativität und persönlichem Engagement gestalten. Insgesamt wurden 16 Auszeichnungen aus über 400 Einreichungen vergeben.

mehr ...