10.09.2026

Nachwuchsjournalismus im Fokus: PwC-Stiftung vergibt erstmals Sonderpreise beim Hessischen Schülerzeitungswettbewerb 2025 / 2026

Wie lernen junge Menschen, Informationen einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven nachzuvollziehen und sich ein eigenes Urteil zu bilden? Eine Antwort darauf geben Schülerzeitungen. Sie sind oft die ersten Orte, an denen junge Menschen journalistisch arbeiten, recherchieren, schreiben und gesellschaftliche Fragen verhandeln.

Vor diesem Hintergrund hat die PwC-Stiftung beim Hessischen Schülerzeitungswettbewerb 2025 / 2026 erstmals die Sonderpreise „Kultur & Ich“ und „Wirtschaft & Ich“ vergeben. Die Preisverleihung fand am 8. September 2026 im Goethe-Gymnasium Frankfurt a. M. statt. Mit den Auszeichnungen würdigt sie Beiträge, die kulturelle und wirtschaftliche Fragestellungen aus der Lebenswelt junger Menschen heraus beleuchten und damit zentrale Themen ihrer Stiftungsarbeit aufgreifen.

Kultur als Erfahrung von Selbstwirksamkeit

Der Sonderpreis „Kultur & Ich“ ging an Ayisha Rafelle Marasigan und Irina-Iasmina Carp aus der Klasse 7d des Albert-Einstein-Gymnasiums Maintal. Ausgezeichnet wurde ihr Beitrag „Beware … for I am fearless and there powerful“ in der Schülerzeitung AEGeflüster.

Begründung der Jury: Der Beitrag ermöglicht einen authentischen Blick hinter die Kulissen einer Theaterproduktion. Er zeigt, dass kulturelle Bildung weit über den Auftritt auf der Bühne hinausgeht. Kreativität, Ausdauer, Verantwortungsübernahme und gemeinschaftliches Handeln werden anhand konkreter Erfahrungen nachvollziehbar. Der Beitrag macht sichtbar, wie junge Menschen Kultur aktiv mitgestalten und dabei Selbstwirksamkeit sowie soziale Kompetenzen entwickeln.

Der Beitrag verdeutlicht damit, was kulturelle Bildung aus Sicht der PwC-Stiftung leisten kann: Sie eröffnet neue Perspektiven, stärkt die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und schafft Räume, in denen junge Menschen Gestaltungskraft erfahren.

Wirtschaft verstehen heißt Verantwortung reflektieren

Mit dem Sonderpreis „Wirtschaft & Ich“ wurde Ronja Reinstädt aus der Klasse 10F des Georg-Christoph-Lichtenberg-Gymnasiums in Kassel ausgezeichnet. Ihr Beitrag „Fast Fashion: Shoppen und die Konsequenz“ erschien in der Schülerzeitung George.

Begründung der Jury: Der Beitrag verbindet alltägliche Kaufentscheidungen mit ihren globalen sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen. Er erläutert verständlich die Zusammenhänge von Fast Fashion, niedrigen Löhnen, Kinderarbeit, Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen und regt zur kritischen Reflexion des eigenen Konsumverhaltens an. Damit vermittelt der Beitrag wirtschaftliche Zusammenhänge aus einer klaren ethischen Perspektive und stärkt jene Urteils- und Verantwortungsfähigkeit, die im Mittelpunkt der Arbeit der PwC-Stiftung steht.

Der Beitrag macht deutlich, worum es der Stiftung im Förderschwerpunkt Wirtschaft & Ethik geht: Wirtschaftliche Bildung erschöpft sich nicht im Verständnis von Märkten und ökonomischen Zusammenhängen. Sie beinhaltet auch die Frage, welche Konsequenzen Entscheidungen haben und welche Verantwortung Einzelne, Unternehmen und Gesellschaft tragen.

Schreiben, recherchieren, urteilen

Die beiden ausgezeichneten Beiträge greifen unterschiedliche Themen auf, stellen jedoch ähnliche Fragen: Wie entstehen kulturelle Erfahrungen? Welche Folgen haben wirtschaftliche Entscheidungen? Und wie lassen sich solche Zusammenhänge für andere nachvollziehbar darstellen? Genau hier liegt die besondere Bedeutung von Schülerzeitungen. Wer recherchiert, schreibt und publiziert, lernt nicht nur journalistisches Handwerk. Junge Menschen üben, Informationen zu prüfen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und eigene Standpunkte zu entwickeln. Damit berührt der Wettbewerb gleich mehrere Zukunftsthemen der PwC-Stiftung: kulturelle Bildung, wirtschaftsethische Orientierung sowie die Fähigkeit, Informationen kritisch einzuordnen und verantwortungsbewusst mit ihnen umzugehen.

Die erstmals vergebenen Sonderpreise zeigen, wie diese Kompetenzen bereits im schulischen Umfeld entstehen können. Die ausgezeichneten Beiträge machen sichtbar, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern Menschen befähigt, sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Die PwC-Stiftung gratuliert den Preisträgerinnen sowie allen ausgezeichneten Redaktionen des Hessischen Schülerzeitungswettbewerbs.

Der Hessische Schülerzeitungswettbewerb wird veranstaltet vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen in Kooperation mit der LitCam gGmbH und mit Unterstützung der Sonderpreisstifter AOK Hessen, Mediengewerkschaft dju in ver.di, Frankfurter Allgemeine Zeitung, PwC-Stiftung, Stiftung Handschrift und Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Ziel des Wettbewerbs ist es, journalistisches Engagement an Schulen sichtbar zu machen und die Arbeit von Schülerzeitungsredaktionen zu fördern.

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