10.07.2026

Neue Perspektiven für Bildung zum Besseren: Impulse aus der Stiftungsratssitzung am 1. Juli 2026 in Frankfurt a. M.

Im Rahmen der Stiftungsratssitzung am 1. Juli 2026 hat die PwC‑Stiftung personelle Veränderungen im Gremium vollzogen und zentrale Themen ihrer Stiftungsarbeit beraten. Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung der Stiftung, die Aufnahme neuer Mitglieder in den Stiftungsrat sowie der Wechsel im Vorsitz.

Marc Billeb übernimmt Vorsitz

Neu in den Stiftungsrat berufen wurde Marc Billeb. Mit seiner Ernennung zum Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland übernimmt er zugleich eine zentrale Rolle in der Stiftungsarbeit und wurde vom Stiftungsrat zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater verfügt er über langjährige Erfahrung in der Prüfung und Beratung, insbesondere in den Bereichen Risk & Regulatory sowie Transformationsprozesse. In seiner beruflichen Tätigkeit hat er sich intensiv mit den Herausforderungen zunehmender Komplexität und Veränderung auseinandergesetzt, eine Perspektive, die auch für die Bildungsarbeit der Stiftung von Bedeutung ist. Marc Billeb folgt auf Petra Justenhoven, die den Stiftungsrat von 2022 bis 2026 als Vorsitzende begleitet und geprägt hat.

Dank an Petra Justenhoven

Im Rahmen der Sitzung wurde Petra Justenhoven als Vorsitzende des Stiftungsrats verabschiedet. Der Stiftungsrat und der Vorstand der PwC‑Stiftung danken ihr für ihr Engagement in den vergangenen vier Jahren. Sie hat wichtige Impulse für die Weiterentwicklung und Profilbildung der Stiftung gesetzt und den Stiftungsrat als Ort des fachlichen Austauschs und der strategischen Einordnung gestärkt.

Neues Mitglied: Fritz Straub

Ebenfalls neu in den Stiftungsrat berufen wurde Fritz Straub. Der Unternehmer war viele Jahre geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Werkstätten Hellerau und hat dort unternehmerische Verantwortung mit kulturellem Anspruch verbunden. Mit der von ihm gegründeten AREOPAG‑Stiftung engagiert er sich für Kultur, Bildung und gesellschaftlichen Dialog. Die Zusammenarbeit mit der PwC‑Stiftung besteht bereits und soll künftig weiter vertieft werden. Mit seiner Erfahrung aus Unternehmertum und gesellschaftlichem Engagement bringt Fritz Straub zusätzliche Perspektiven in die Arbeit des Gremiums ein.

Welche Kompetenzen brauchen junge Menschen heute?

Neben den personellen Veränderungen standen die Weiterentwicklung zentraler Programme und Initiativen der Stiftung auf der Agenda, darunter Wirtschafts.Forscher!, Kultur.Forscher!, Hör.Forscher!, das Bildungs.Lab! sowie Initiativen wie ZukunftsMacher KI und der Bildungskompass. Besondere Einblicke boten drei Themenworkshops, die aktuelle Bildungsherausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten.

 

Lesen eröffnet Perspektiven

Die Pädagogin und Leseförderin Lale Öztürk stellte kreative und niedrigschwellige Ansätze der Leseförderung vor. Anhand ihres Projekts „Bilderbücher erwachen durch Lale mit bunten Dias zum Leben“ zeigte sie, wie Kinder aus unterschiedlichen Lebensrealitäten für Sprache, Geschichten und Lesen begeistert werden können. Für ihr Engagement wurde sie 2025 von der PwC-Stiftung mit dem Deutschen Lesepreis in der Kategorie „Individuelles Engagement in der Leseförderung“ ausgezeichnet.

Kulturelle Teilhabe durch Musik

Christian Mattick und Heinz Friedl von Musik zum Anfassen e. V. zeigten praxisnah, wie innovative Musikformate Kindern und Jugendlichen einen unmittelbaren Zugang zu klassischer Musik eröffnen. Anhand konkreter Projektbeispiele wurde erlebbar, wie kulturelle Bildung junge Menschen zum Entdecken, Mitmachen und Perspektivwechsel anregen kann. Der Verein wird seit 2019 von der PwC-Stiftung gefördert, unter anderem in den Projekten „Wir und die Roboter“ und „Münchner Klangg’schichten“.

Kritisch denken in einer digitalen Welt

Ein weiterer Workshop widmete sich der Frage, welche Kompetenzen junge Menschen für den Umgang mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz benötigen. Helena Heuermann und Jonas Lerch von Articlett.Schule zeigten, wie digitale Medienbildung im Unterricht gestaltet werden kann, um kritisches Denken, den reflektierten Umgang mit Informationen sowie Kompetenzen im Kontext von KI zu stärken.

Gemeinsam Bildung zum Besseren gestalten

Die Stiftungsratssitzung hat gezeigt, wie eng strategische Fragen und praktische Bildungsarbeit miteinander verbunden sind. Mit neuen Perspektiven im Gremium, starken Partnern und innovativen Bildungsansätzen entwickelt die PwC-Stiftung ihre Arbeit kontinuierlich weiter. Gemeinsam mit Vorstand, PwC-Stiftungsteam und Partnern verfolgt sie dabei weiterhin ihre Vision: Bildung zum Besseren und damit die Stärkung junger Menschen in kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen.

Foto: (c) Irina Pasdarca

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